Nach den Osterferien zog es langsam ein, das Mittelalterfieber in unsere Schule. Das Schulhaus wurde mit Burgmauern, Bannern, Fallgittern, Rittern und einer echten Ritterrüstung geschmückt. Die Kinder fingen an Kostüme herzustellen und brachten viele Requisiten zur Ausgestaltung der Zimmer mit. Mittelalterliche Musik hörte man leise durch die Flure ziehen und ab und zu sah man angehende Ritter, Burgfräuleins oder auch mal einen kleinen Drachen hinter den Toren verschwinden. In unserer Projektwoche konnte sich dann keiner mehr der Mittelalterzeit entziehen. Es wurde überall gewerkelt, bebacken, genäht, getanzt, geschrieben, musiziert und viel über das Leben in der Mittelalterzeit erzählt. Im Rahmen dieser Woche fand auch der 3. Wandertag statt, an dem alle Klassen Schloß Rochlitz besuchten. Dort erfuhren sie von Magd, Küchenfrau und Ritter viel Wissenswertes über das Leben in der früheren Zeit. Sie durften sich wie Burgfräulein, Herold oder Hofnarr verkleiden und sogar einmal einen echten Ritterhelm tragen. In der Hofküche bestaunten sie außer dem großen Kamin, in dem 11.000 Steine verbaut sind, auch die große Kochstelle. Auf dieser wurde über offenem Feuer gekocht und die Kinder bekamen an diesem Tag einen Punsch, der allen vorzüglich schmeckte. Wie und mit welchen Dingen früher gespielt wurde, erzählte uns eine Magd im Keller des Schloßes. Alle waren sehr erstaunt, dass bei einigen Spielen echte Hühnerknochen verwendet wurden. Das Ausprobieren der Spiele hat den Kindern viel Spaß gemacht. Die Klassen 3 und 4 sahen sich außerdem in der Folterkammer um und erfuhren mit welch grausamen Methoden die Menschen dort gefangen gehalten und bestraft wurden. Es war eine aufregende und erlebnisreiche Projektwoche die am Freitag mit unserem großen Burgfest ihren Höhepunkt fand.