Bildungsfonds der Europäisch-Humanistischen Bildungsstiftung Waldenburg
Kein Kind soll aus finanziellen Gründen auf hochwertige Bildung verzichten müssen.
Die Europäisch-Humanistische Bildungsstiftung Waldenburg setzt sich dafür ein, engagierten und motivierten Kindern unabhängig von den wirtschaftlichen Möglichkeiten ihrer Familien Zugang zu hochwertiger Bildung zu ermöglichen. Das Angebot richtet sich insbesondere an Familien, die ihren Kindern eine anspruchsvolle schulische Bildung ermöglichen möchten, die langfristigen finanziellen Aufwendungen jedoch nicht vollständig selbst tragen können.
Mit dem Bildungsfonds unterstützt die Stiftung Schülerinnen und Schüler der Europäischen Grundschule Lichtenstein sowie des Europäischen Gymnasiums Waldenburg durch die Übernahme des Schulgeldes.
Die Stiftung fördert insbesondere Kinder und Jugendliche, die durch besondere Begabung, Lernbereitschaft und Entwicklungspotenzial überzeugen, sich kulturell oder für das Gemeinwohl engagieren oder aufgrund ihrer persönlichen oder familiären Situation auf Unterstützung angewiesen sind. Auch vielversprechende internationale Schülerinnen und Schüler können gefördert werden. Im Rahmen der Stiftungssatzung werden zudem Bewerberinnen und Bewerber bevorzugt berücksichtigt, deren Eltern seit mindestens fünf Jahren ihren Hauptwohnsitz in Waldenburg oder Lichtenstein haben.
Eine Bewerbung für den Bildungsfonds ist jederzeit sowohl für Schulanfänger als auch für Seiteneinsteiger möglich und soll spätestens vier Wochen vor Beginn eines neuen Schuljahres bei der Stiftung eingegangen sein.
Die Bewerbung ist per E-Mail an den Vorstandsvorsitzenden der Europäisch-Humanistische Bildungsstiftung Waldenburg (E-Mail: Evers.Harald(at)ehb-stiftung.eu) zu richten. Erbeten wird eine kurze Darstellung der familiären Situation sowie der Motivation für die Bewerbung.
Bei der Vergabe werden sowohl die familiäre Situation als auch die Motivation, Lernbereitschaft und das Entwicklungspotenzial des Kindes berücksichtigt.
Über die Vergabe der Fördermittel entscheidet die Europäisch-Humanistische Bildungsstiftung Waldenburg im Rahmen ihrer Satzung und der zur Verfügung stehenden Mittel des Bildungsfonds. Zur fachlichen Einschätzung der schulischen und persönlichen Entwicklung des Kindes bezieht die Stiftung die jeweilige Schulleitung in die Entscheidungsfindung mit ein.
Die Förderung wird grundsätzlich für ein Schuljahr bewilligt. Über eine Fortführung entscheidet die Stiftung jährlich nach erneuter Prüfung der Fördervoraussetzungen und vorbehaltlich der Verfügbarkeit ausreichender Mittel im Bildungsfonds. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.
Der Fonds soll dazu beitragen, Bildungsgerechtigkeit zu fördern und Kindern bestmögliche Zukunftschancen zu eröffnen.
Der Bildungsfond wird aus Mitteln der Stiftung und unter Zuhilfenahme von Spendern ermöglicht.
Die Europäisch-Humanistische Bildungsstiftung Waldenburg wurde 2007 errichtet. Sie fördert die Einrichtungen des Trägers des Europäischen Gymnasiums Waldenburg und hat sich unter anderem folgende Ziele gesetzt:
Natur- und gesellschaftswissenschaftliche Fächer sollen in einer Fremdsprache unterrichtet, die Schulpartnerschaften ausgebaut werden. Langfristig wollen wir unseren Schülern Auslandsjahre in Europa ermöglichen, die bei uns als geleistetes Schuljahr anerkannt werden. Im Gegensatz zur derzeitigen Situation müssten Schuljahre dann nicht zweifach absolviert werden. Neben den bereits bestehenden Sprachzertifikaten sollen weitere international anerkannte Abschlüsse angeboten werden.
Die Stiftung setzt sich für Projekte ein, innerhalb derer Schüler mit der Hochschul- und Wirtschaftswelt in Berührung kommen. Sie können so schon frühzeitig ein Verständnis für ihren zukünftigen Weg entwickeln und damit zielgerichteter ihre weitere Ausbildung in die eigene Hand nehmen.
Mit Stipendien soll Schülern aus sozial schwächeren Familien die dauerhafte Teilhabe am Schulleben ermöglicht werden. Zusätzlich sollen hochbegabte oder kulturell und am Gemeinwohl besonders orientierte deutsche sowie vielversprechende ausländische Schüler gefördert werden. Die Stiftung möchte zudem die Weiterbildung des pädagogischen Personals unterstützen.
Zur Umsetzung dieser und weiterer Zwecke haben die Gründungsstifter – allesamt Bürger aus unserer Region – ein Stiftungskapital in Höhe von 68.000 EUR aufgebracht, das zwischenzeitig auf 118.000 EUR angewachsen ist. Dieses Stiftungsvermögen wird durch den Vorstand der Stiftung verwaltet. Das Stiftungskapital darf dabei nicht angetastet werden; die Stiftungsziele können nur mit den aus dem Kapital erzielten Erträgen verfolgt werden. Da das Stiftungskapital zur Umsetzung der genannten Ziele noch zu gering ist, werden weitere Stifter gesucht. Zustiftungen können steuerlich geltend gemacht werden. Es ist möglich, unter dem Dach der Stiftung weitere Stiftungen zu errichten und zu verwalten.
Vorstand:
- RA Harald Evers, LL.M. (Vorsitzender), Rechtsanwalt und Dozent in Dresden (Absolvent des ersten Abiturjahrgangs 1998)
- Senta Grüttner, Leiterin Geschäftsbereich Finanzen des Trägervereins Europäisches Gymnasium Waldenburg e.V.
- Steve Uhlig, Gründer und Inhaber Uhlig Gallery Leipzig
Kuratorium
- Dr. Jörg Dietze (Vorsitzender)
- RA Reinhard Lochmann (stellvertretender Vorsitzender), Lochmann & Partner Glauchau, Gründungsmitglied des Trägers der Europäischen Schulen
- Nadine Kahnt, dipl. Architektin FH ETH, Absolventin des ersten Abiturjahrgangs 1998, Zürich
- Bauconzept Planungsgesellschaft mbH, Lichtenstein in Sachsen (Ansprechpartner: GF Dipl.-Ing. Architekt Bert Hoffmann)
- Bernd Pohlers, ehemaliger Bürgermeister der Töpferstadt Waldenburg, Co-Stifter der EHB-Stiftung
- Michael J. Thate, DAIMLER AG, Absolvent des ersten Abiturjahrgangs 1998, Stuttgart,
- Prof. Dr. Dr. h.c. Dietrich R.T. Zahn, Professur Halbleiterphysik der Technischen Universität Chemnitz
- Michael Schönfeld, Lehrer am Europäischen Gymnasium Waldenburg

